Neue E-Fähre „Ritter Karras“

von Alexandra Prüfer

Dritte neue E-Fähre „Ritter Karras“ an modernisierter Fährstelle Coswig-Kötitz – Gauernitz in Betrieb genommen

Seit dem 7. Juli 2026 ist mit der „Ritter Karras“ die dritte vollelektrische Fähre an der modernisierten und barrierefrei ausgebauten Fährstelle Coswig-Kötitz-Gauernitz im Einsatz.

Mit der Indienststellung des neuen Schiffes erreichen der Landkreis Meißen und die Verkehrsgesellschaft Meißen mbH (VGM) einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer klimafreundlichen und zukunftsfähigen Mobilität in der Region.

Die neue Personenfähre verkehrt lokal emissionsfrei und nahezu geräuschlos. Sie bietet Platz für bis zu 80 Fahrgäste sowie 25 Fahrräder und stärkt damit insbesondere die Mobilität entlang des Elberadwegs. Gemeinsam mit ihren drei Schwesterschiffen fungiert sie als „schwimmender Radweg“ und unterstützt sowohl den Alltagsverkehr als auch den Tourismus in der Region.

Ein besonderes Merkmal der „Ritter Karras“ ist ihr speziell auf die hydrologischen Bedingungen der Elbe abgestimmter Schiffsrumpf. Durch den geringen Tiefgang kann die Fähre auch bei niedrigen Wasserständen länger betrieben werden und sorgt so für eine höhere Verfügbarkeit des Fährverkehrs. Das Steuerhaus wurde separat gefertigt und nach Fertigstellung als komplette Einheit auf den Schiffsrumpf aufgesetzt.

Parallel zur Beschaffung der neuen Fähre wurde die Fährstelle umfassend modernisiert. Neben dem barrierefreien Ausbau erfolgte eine technische Erneuerung der Anlagen, sodass die Infrastruktur den Anforderungen der kommenden Jahrzehnte gerecht wird.

Die Elbfähren sind seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des regionalen Verkehrsangebots und übernehmen sowohl wichtige verkehrliche als auch touristische Aufgaben. Bereits im Jahr 2021 wurden vier Fährstellen an der Elbe in enger Abstimmung mit den Anliegerkommunen in den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) integriert. Damit wurde nicht nur der langfristige Betrieb gesichert, sondern zugleich die Grundlage für die Modernisierung der Fährinfrastruktur geschaffen.

Vor diesem Hintergrund wurde vor drei Jahren die Entscheidung getroffen, einheitliche vollelektrische Fähren mit barrierefreien Zugängen zu beschaffen. Die Verbesserung der Bedingungen für Radfahrerinnen und Radfahrer spielt dabei eine zentrale Rolle. Gemeinsam mit den beteiligten Fähranliegerkommunen und Nachbargemeinden wird dieses Ziel im Rahmen des Projekts MEI_eFAIR konsequent vorangetrieben.

Im Rahmen des Projekts MEI_eFAIR, das über die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) gefördert wird, beschaffen der Landkreis Meißen und die VGM gemeinsam mit den beteiligten Kommunen insgesamt vier lokale emissionsfreie Elektrofähren. Diese verbinden die Elberadwege an wichtigen Stellen miteinander und leisten einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität in der Region. Die Gesamtförderung für Fähren, schwimmende Anleger, Landanlagen und Ladeinfrastruktur beträgt rund 7,88 Millionen Euro.

v. l.: Thomas Pehlke von der Clement-Germany GmbH, VGM-Geschäftsführer Jens Dehnert , Bürgermeister von Klipphausen Mirko Knöfel, Landrat Ralf Hänsel, Coswigs Oberbürgermeister Thomas Schubert, Geschäftsführer der Lux-Werft und Schifffahrt GmbH Elmar Miebach-Oedekoven, Jens Bergmann von der STEINLE Bau GmbH, Ingenieur Hauke Grüßner von der PTW Planungsgemeinschaft Tief- und Wasserbau GmbH, Mario Zweinert vom Ingenieurbüro für Elektrotechnik Herrmann und Zweinert, Simone Krahl vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr Sachsen
(Foto: Stadtverwaltung Coswig)

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